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22. Oktober 2015: Talk Gate im Tech Gate zur Digitalisierung der Wirtschaft in Österreich.

Wien, 22.10.2015 – Im Tech Gate Vienna fand am 22.10.2015 das Talk Gate zum Thema “Die Zukunft der Wirtschaft ist digital. – Ist Österreich schon bereit dafür?” mit hochkarätigen Gästen aus Wirtschaft und Politik statt, bei dem rund 300 Gäste anwesend waren.

Geht es nach vielen Experten, sei die Digitalisierung der Wirtschaft schon längst abgeschlossen und die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) klopft an die Tür. Ob wir wirklich schon so weit sind, diskutierten die Podiumsgäste, nach einer Key Note von Staatssekretärin Mag. Sonja Steßl, im Tech Gate Vienna.

Die digitale Wirtschaft ermöglicht vor allem im Bereich e-Commerce neue Geschäftschancen: kundenspezifische Wünsche (Design und Konfiguration, Online-Bestellung und -Bezahlung, Planung und Produktion sowie Logistik) können dabei schon ab Kleinstmengen rentabel und ressourceneffizient berücksichtigt werden. Doch das stellt die österreichischen Betriebe und die Bürger vor viele Herausforderungen.

Die Digitalisierung ist nicht mehr umzukehren, aber die Herausforderungen sind groß

Durch die Digitalisierung entstehen, nicht zuletzt bei Startups und im e-Commerce, Kooperationen zwischen kleinen und großen Unternehmen. Denn kleinere und neue Unternehmen kommen ohne das Kapital oder die Aufträge der großen Unternehmen nicht weiter und die großen Unternehmen sind oft durch interne Prozesse nicht innovativ genug, weshalb sie die jungen kreativen Digitalisten brauchen. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft sind aber auch kritisch zu betrachten. Mit der Digitalisierung verändert sich das Sozialverhalten und die Sprache – man denke dabei an die Kommentare in den Social Networks. Und durch den Zwang zu immer kürzeren Reaktionszeiten besteht die Gefahr der Affektgesellschaft. Zeit für gründlich überlegte Entscheidungen findet sich kaum noch.“, so Tech Gate Vienna Geschäftsführerin Mag. iur. Carola Lindenbauer bei der Begrüßung der Talk Gate Gäste.

Vor dem Thema Kapital und Geldfluss macht die Digitalisierung allerdings auch keinen Halt mehr. „Die MasterCard beispielsweise geht zusehends in neuen Formen, wie einer digitalen Brieftasche am Smartphone auf, was zu erheblichen Herausforderungen führt.“, meint der General Manager Austria von MasterCard Europe, DI Gerald Gruber.

Dass sich die Wirtschaft im digitalen Umbruch befindet, bezweifelt niemand mehr. Jedoch müssen noch einige politische Anstrengungen unternommen und rechtliche Anpassungen vorgenommen werden. Da sind sich die Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, Mag. Sonja Steßl und der Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Wien, Dr. Michael Rohregger einig. Ob die Digitalisierung ein Höhenflug oder ein Absturz wird, hängt auch davon ab, ob die Infrastruktur „fit“ dafür ist. Als alternativlos bezeichnete DI Jan Trionow, CEO von Hutchinson Drei Austria, die positive Lösung dieser Herausforderungen. Davon hinge laut Trionow der Wohlstand in Österreich ab.

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 W24 Bericht zur Veranstaltung